Personensuchmaschinen – Spionieren leicht gemacht

28. September 2010
by Georg Perrogon

Früher wurden eigene Homepages über sich und der Familie erstellt. Durch den Siegeszug von Web2.0 und das Auftauchen allerlei verschiedenen sozialen Netzwerke bekamen einfache Benutzer die Möglichkeit einiges aus ihrem Privatleben preis zu geben.

Das ein Entwickler auf die Idee kam, gezielt nach diesen Informationen zu suchen, scheint ein logisches Resultat aufgrund der “Freizügigkeit” mancher Internet-Benutzer. Personensuchmaschinen wie Yasni oder 123people fassen dabei Suchergebnisse aus Google und anderen verschiedenen Anwendungen zusammen. So sind nicht nur Informationen auf einzelnen Webseiten, sondern auch Telefonnummern, E-Mailadressen oder einzelne Profile auffindbar. Ein Schock für den unachtsamen Anwender.

Ist der Anwender selber schuld?

Früher wurde auf die Privatsphäre nur wenig eingegangen. Es oblag dem Benutzer selber, ob er sein Profil ausfüllte oder nicht. Diese sowie seine Beiträge waren oftmals frei Zugänglich. Auch die ersten modernen sozialen Netzwerke benötigten einige Zeit ehe sie Funktionen zum Schutz der Privatsphäre einbauten, oftmals erst nach Protesten ihrer Nutzer.

Die Personensuchmaschinen machen demnach nichts illegales. Sie tragen lediglich Daten, die öffentlich sind und mit ein wenig Aufwand für jeden auffindbar sind, zusammen. Somit benötigt man nur eine Suchanfrage, wo man früher 10 gebraucht hat. Verbraucherschützer und Datenschützer halten diese Funktionsweise für bedenklich, gesetzlich gibt es aber keine eindeutige Möglichkeit dagegen vorzugehen, vorallem da die relevanten Daten nicht bei den Personensuchmaschinen selbst gespeichert werden.

Vorteile von Personensuchmaschinen

Das Aufkommen dieser Suchmaschinen kann man auch als Chance sehen. Unerwünschte Informationen über sich werden gesammelt gefunden. Somit ist es sehr einfach gezielt gegen diese Informationen vorzugehen, einzelne Seiten zu besuchen und so seine Daten zu löschen oder auch nur unkenntlich machen.

About

Georg Perrogon ist seit 2010 Mitarbeiter bei der Lorem Ipsum Mediengesellschaft m.b.H. und als Softwareentwickler für die Umsetzung von Anwendungen im internen- und Webbereich zuständig. Folgen Sie ihm via RSS.