Facebook Places vs. Foursquare

5. Oktober 2010
by Peter Hasitschka BSc

Mit dem heutigen Tag hat Facebook sein Angebot in Deutschland erweitert: Mit Facebook-Places will man in die gleiche Kerbe schlagen wie die Dienste Foursquare und Gowalla und sich dabei die fortschreitende Verbreitung von GPS-fähigen Smartphones zu nutze machen. Dabei ähnelt das System sogar dem von Foursquare in den wichtigsten Punkten: Der User kann an einem bereits existierenden Ort einchecken und bei Belieben eine Statusmeldung hinzufügen.
Auch wenn dieser Dienst noch neu ist, muss Foursquare baldigst reagieren, um im Rennen um die User nicht ins Hintertreffen zu geraten, denn Facebook Places wird von den Benutzern wohl schneller aufgenommen werden als Foursquare, da man im größten sozialen Netzwerk einerseits bereits eine große Freundes-Community hinter sich hat, und andererseits Facebook bereits viel vertrauter ist. Durch die durchschnittlich recht große Anzahl an Facebook Freunden bekommt das System sicherlich einen gewissen Reiz, da man etwa auf Veranstaltungen mit einem Klick sehen kann, wer noch so alles anwesend ist, oder welcher der Freunde gerade in der Innenstadt um die Ecke biegt. Foursquare müsste im Gegensatz zu Facebook zusehends mit großen Wirtschaftsbetrieben kooperieren, wie dies zum Beispiel bereits mit Starbucks der Fall ist. Dadurch könnte dieser Dienst durch das bekannte Bonus-System für Mayors punkten. Inwieweit Facebook-Places mit Seiten von Unternehmen verknüpft werden könnte, ist noch nicht bekannt, jedoch würde dies mächtige Möglichkeiten für Betriebe bedeuten, falls diese den Geolocation-Dienst des sozialen Netzwerkes nutzen könnten.
Einen Vorteil kann Foursquare hieraus trotzdem ziehen: Geolocation-Dienste finden mit der Veröffentlichung von Facebook-Places nun endgültig in Platz im allgemeinen Social-Network-Gedächtnis, wodurch sicher ein Teil der User auch Foursquare ins Auge fassen wird.
Bisweilen ist Facebook-Places nur auf der IPhones-Anwendung und über Facebook Touch verfügbar, sofern der Smartphone-Browser HTML5 versteht. Ein Kritikpunkt an dem neuen Facebook-Feature ist die Möglichkeit der Kontrolle, wer welche Checkins sehen kann. Außerdem bedarf es vier verschiedener Einstellungen um den Dienst wieder zu deaktivieren.

About

Peter Hasitschka ist Student für Softwareentwicklung-Wirtschaft und seit 2010 als Softwareentwickler für die Planung, und Entwicklung von Magento-Commerce Webshops.