Der Weg zum eigenen SIP-Client

SIP (Session Initiation Protocol) bietet unter anderem die Möglichkeit, VoIP-Lösungen zu realisieren. Ähnlich wie bei Skype können User über SIP-Clients andere User oder sogar Telefone im klassischen Telefonnetz kostengünstig bzw. gratis anrufen. Dieser Kosten-Aspekt ist für viele Unternehmen ein Anreiz, auf Voice over IP Telefone umzusteigen. Dabei finden sich aber nur in den wenigsten Fällen Clients, die die Anforderungen des Unternehmens genügend erfüllen, weshalb zwangsläufig eigene GUIs entwickelt werden müssen.

Um eigene GUIs für die SIP-Telefonie realisieren zu können, bieten sich mehrere Möglichkeiten, von denen hier drei Techniken – mit ihren Vor- und Nachteilen – vorgestellt werden.

Entwickeln mittels einer SIP-Library (JAIN SIP)

Eine SIP-API bietet die Möglichkeit, von Grund auf eine schlanke Applikation zu entwickeln, die auch entsprechend optimiert werden kann. Ein Nachteil besteht in der Komplexität, die solche low-level libraries bieten. Der Entwickler muss sich mit den Grundstrukturen des SIP-Protokolls beschäftigen.

https://jain-sip.dev.java.net/

Erweitern eines Clients

Clients wie z.B. der SIP-Communicator bieten die Möglichkeit, die bestehende Anwendung entsprechend zu erweitern bzw. die bestehende GUI zu ersetzen. Man muss jedoch damit rechnen, dass die Anwendung schlussendlich mit vielen Funktionen überladen ist, die die eigene GUI nicht braucht.

http://www.sip-communicator.org/

Entwickeln mittels einer Client-API

Die wohl effizienteste Methode ist es, mit einer bestehenden Client-API zu arbeiten. Die API des SIP-Communicators ist zum Beispiel schon weit genug ausgebaut, um etwa relativ einfach Anrufe zu starten.

http://bluejimp.com/sip-communicator/api/

Autor: Peter Hasitschka»Kontakt

Peter Hasitschka ist Student für Softwareentwicklung-Wirtschaft und seit 2010 als Softwareentwickler für die Umsetzung des internen Verwaltungssystems beschäftigt.