Überblick über verschiedene Virtuelle Maschinen

Eine Virtuelle Maschine ist ein Computer, welches nur virtuell auf einem Rechner liegt. Es ist sozusagen eine Software, welche eine Hardware simuliert. Somit ist es möglich für die entsprechende Hardware ungeeignete Betriebssysteme zu emulieren, aber auch mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Rechner laufen zu lassen.

VMware

http://www.vmware.com/

VMware, Inc. ist ein US-Unternehmen, welches sich auf den Bereich der Virtualisierung spezialisiert hat. Das bekannteste Produkt ist kostenpflichtige VMware Workstation.

Mit VMware Server bieten sie aber auch ein kostenloses Produkt, welches sich jeder in einer Linux- oder Windowsumgebung installieren kann.

VMware Server wurde als Client-Server Model konzeptiert und erlaubt so den Zugriffe von einem anderen Netzwerkcomputer. Zum erstellen, bearbeiten und löschen von virtuellen Maschinen bietet VMware Server eine Web GUI an. Für Zugriffe auf die virtuelle Maschine kann man einen Consolenclient wie VMware Player verwenden.

QEMU

http://wiki.qemu.org/Main_Page

QEMU wurde vom französichen Softwareentwickler und Mathematiker Fabrice Bellard entwickelt und wird nach wie vor von ihm betreut.

Bei der Wahl des passenden Betriebssystem bietet QEMU einige Möglichkeiten. So läuft es unter Windows, Linux, Mac OS X und verschiedenen BSDs, aber auch auf diversen DOS-Systemen und Haiko. QEMU ist frei zugänglich. Es läuft unter der GPL. So fanden Teile des Source Code ihren Weg in andere Virtualisierungslösungen, wie Xen oder VirtualBox. Für den Betrieb unter Windows benötigt QEMU keine Administrationsrechte. Somit ist es möglich QEMU auf einem USB-Stick zu betreiben.

Xen

http://www.xen.org/

Xen ist eine OpenSource Produkt, welches ursprünglich von der britischen University of Cambridge entwickelt wurde. Heute hat das US-Unternehmen Citrix die Entwicklung übernommen.

Xen läuft auf verschiedenen Linux-Distributionen und auf OpenSolaris. Xen benötigt einen modifizierten Kernel. In manchen Linux-Distributionen (wie SuSE oder Fedora) ist dieser bereits integriert. Andere Distributionen bieten ihn zusätzlich an. In OpenSolaris ist Xen vollständig integriert, kann also vom Start weg verwendet werden.

VirtualBox

http://www.virtualbox.org/

VirtualBox wurde vom deutschen Unternehmen innotek entwickelt. 2007 wurden sie von Sun MicroSystems übernommen, welche dann selber von Oracle übernommen wurden.

VirtualBox gibt es in 2 verschiedenen Ausgaben: als Oracle VirtualBox läuft es unter der proprietären Lizenz PUEL, als VirtualBox Open Source Edition läuft sie unter der GPL.

Als Betriebssytem kann VirtualBox auf Windows, Linux, Mac OS X aber auch auf Solaris aufgesetzt werden. Auch wenn VirtualBox auch auf x64 Betriebssystemen läuft, kann es nur x86 Umgebungen simulieren.

Autor: Georg Perrogon»Kontakt

Georg Perrogon ist seit 2010 Mitarbeiter bei der Lorem Ipsum Mediengesellschaft m.b.H. und als Softwareentwickler für die Umsetzung von Anwendungen im internen- und Webbereich zuständig. Folgen Sie ihm via RSS.

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